Eiskalt - Chancen nutzen
Di Claudia Eilers - Versione integrale dell'articolo su Business Gastro-Trends 5 (03 2008)

Ob als Ergänzung zur Frischeküche oder als Komplettlösung in der Systemgastronomie: Tiefkühl-Convenience ist auf dem Vormarsch - und muss kein Kreativitäts-Killer sein
Mit dem Ruf des Convenience Food scheint es sich ähnlich zu verhalten wie mit einem der berühmtesten Produkte der Branche: dem Hamburger. Als 1971 die erste McDonald’s-Filiale Deutschlands in München eröffnete, war die Begeisterung über den neuen, modernen Restaurantstil groß, gerade beim jungen Großstadtpublikum. Ende der 90er Jahre sah das anders aus: Die diversen Burgerketten wurden als “Junk-Food-Produzenten” mitverantwortlich gemacht für zunehmende Fettleibigkeit vor allem bei Jugendlichen.
Seitdem ist einiges geschehen, um das angekratzte Image aufzupolieren, sei es durch Verbraucherinformation, transparente Produktion - vermittelt durch neu entwickelte Werbekampagnen - oder gar Meldungen wie diese: Die Kette Burger King habe ein Lob von der Tierschutzorganisation PETA bekommen, da sie in den USA verstärkt Fleisch und Eier aus artgerechter Tierhaltung beziehe. Oder diese: McDonalds verwende in Großbritannien das gebrauchte Frittieröl als Treibstoff für seine Trucks.
Mit “Bio” punkten - auch bei Convenience-Produkten
Damit reagiert die Systemgastronomie und mit ihr viele Produzenten und Zulieferer aus der Convenience-Industrie auf einen Trend, der sich weiter verstärken wird: Nachhaltigkeit bei Produktion, Transport und Verarbeitung von Nahrungsmitteln, möglichst regionaler Anbau, Bio-Qualität - das gewinnt für den Verbraucher zunehmend an Bedeutung. Bestätigt wird dies durch einen Bericht des Bundesverbands des deutschen Lebensmittelhandels e. V., der in seiner Analyse von Wachstumsmärkten allein in den Jahren 2000 bis 2005 einen 90prozentigen Zuwachs an Bio-Produkten auf rund vier Milliarden Euro Gesamtumsatz verzeichnet. Tendenz: wachsend.
Als zweiter großer Trend, der der Regionalität von Lebensmitteln und deren Anbau scheinbar entgegengesetzt ist, wird “Ethnic-” und “Exotic-Food” als Folge der Internationalisierung der Essgewohnheiten genannt. Nicht zu unterschätzen ist hier wie dort der “Wellnessfaktor”. Der trägt nicht nur zur Beliebtheit von Bio-Produkten bei, sondern gerade auch der vielfältigen fernöstlichen Küchen mit ihren Kräutern und Gewürzen.
